Philosophie Lexikon der Argumente

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Verstehen Philosophie: Beim Verstehen von Zeichen und Wörtern spielt sowohl eine Rolle, ob man einen Gegenstand mit dem Wort oder Zeichen in Verbindung bringen kann, als auch, ob man das Zeichen oder Wort durch ein anderes ersetzen kann. Zum Verstehen ganzer Sätze muss noch das Überschauen der Verwendungssituation hinzukommen. Umstritten ist, ob die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen die Bedeutung des Satzes liefert, also das Wissen darüber, was der Fall sein müsste, wenn der Satz wahr wäre. Wenn das richtig ist, braucht man nicht zu wissen, ob der Satz wahr ist. (Vgl. M. Dummett, Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992, S. 20). Siehe auch Ersetzbarkeit, Substitution, Wahrheitsbedingungen, Wissen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 289
Verstehen/Tugendhat: Verstehen der Verwendungsregel eines assertorischen Satzes: nicht die Umstände kennen, sondern wissen, in welcher Funktion der Satz verwendet wird.
I 308
Verstehen/TugendhatVsMetasprache: Verstehen drückt sich nicht in einer Metasprache aus - sondern in Beherrschung der Zeichenregeln.
I 489
Verstehen/singuläre Termini/Tugendhat: wir verstehen einen singulären Term nur, wenn wir wissen, auf welche anderen Typen er verweist. - Das ist aber kein Zirkel, sondern komplementär.
I 495
Verstehen/Tugendhat: durch Leibniz Gesetz der Identität wird das Gleichheitszeichen nicht definiert - man kann sagen, dass sein Verstehen sich zeigt, wenn man aus der Wahrheit von "Fa" auf die von "Fb" folgern kann - damit sind aber nicht die Umstände gezeigt.
Kriterien/Identitätskriterium/Tugendhat: die Kriterien sind nach Gegenstandsbereich verschieden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

> Gegenargumente gegen Tugendhat



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.08.2017