Philosophie Lexikon der Argumente

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Wahrnehmung, Philosophie: Wahrnehmungen sind bewusste oder unbewusste Verarbeitungen von Zustandsänderungen bzw. Ereignissen in der Umwelt oder im Inneren eines lebenden Organismus. Wahrnehmungen spielen sich jeweils in der Gegenwart ab. Erinnerungen und Vorstellungen sind keine Wahrnehmungen. Im Sprachgebrauch wird der Ausdruck Wahrnehmung sowohl für den Vorgang des Wahrnehmens als auch für das Wahrgenommene gebraucht. Siehe auch Reize, Empfindungen, Sinneswahrnehmungen, Computation, Gedächtnis, Vorstellungen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Rorty I 158 ff
Locke/Rorty: hielt die Sinneseindrücke für selbsterschließend. Es kann dem Geist etwas eingeprägt werden, ohne dass er es wahrnimmt. Das Erkennen geht sozusagen gänzlich durch das Auge vonstatten, das die eingebeulte (sic) Tafel beobachtet, nicht durch die Tafel selbst.
Da Eindrücke für Locke Repräsentation waren, benötigte er ein Urteilsvermögen. Die Darstellungen wurden beurteilt nicht einfach nur gehabt.
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Euchner I 32
Wahrnehmung/Locke: hat selbst bereits eine ordnende Kraft.
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Arndt II 184
Wahrnehmung/Locke/Arndt: bringt uns zuallererst die eigene wie die äußere Realität zum Bewusstsein - Referenz: kann nur durch Wahrnehmung vermittelt werden - nur Wahrnehmung liefert einfache Ideen - Verstand liefert neue (komplexe) Ideen durch Vergleich und Abstraktion aus anderen.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Loc I
W. Euchner
Locke zur Einführung Hamburg 1996

Loc II
H.W. Arndt
Locke
In
Grundprobleme der großen Philosophen - Neuzeit I, J. Speck (Hg), Göttingen 1997

> Gegenargumente gegen Locke
> Gegenargumente zu Wahrnehmung



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.06.2017