Philosophie Lexikon der Argumente

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Gebrauchstheorie, Sprachphilosophie: der Ausdruck wurde gebildet im Anschluss an eine These von L. Wittgenstein in seinen Philosophischen Untersuchungen, § 43. "Man kann für eine große Klasse von Fällen der Benützung des Wortes "Bedeutung" - wenn auch nicht für alle Fälle seiner Benützung - dieses Wort so erklären Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache". Diese These gilt für Wörter und kann nicht auf ganze Sätze ausgedehnt werden. Siehe auch Gebrauch, Wortbedeutung, Satzbedeutung, Spracherwerb, Bedeutungstheorie, Referenz.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Cavell II St. Cavell Müssen wir meinen was wir sagen? aus Grewendorf/Meggle Linguistik und Phil. Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

II 215
Bedeutung/Gebrauch/CavellVsGebrauchstheorie: was die Fachausdrücke der Mathematik und der Wissenschaften bedeuten, können wir nicht daraus ersehen, wie wir z.B. "Masse" gewöhnlich verwenden.

II 216
Meinen/Bedeutung/Gebrauchstheorie/Cavell: man könnte doch immer noch sagen: "Manche Handlungen sind freiwillig, andere unfreiwillig. Darum kann ich sei doch so nennen, wie ich will!"
CavellVs: was wir uns hier fragen müssen ist: in welcher Art von Situation macht es keinen Unterschied, wie ich ein Ding nenne?
Es ist ein Unterschied ob wir fragen:
"Was bedeutet x?" und Was bedeutet x wirklich?".
Das zweite ist nicht eine tiefgründige Version des ersten, sondern wird in einer anderen Situation geäußert.
II 217
Die normalsten und die tiefgründigsten Äußerungen können nur verstanden werden, wenn sie in ihren natürliche Kontexten geäußert werden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.10.2017