Philosophie Lexikon der Argumente

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Bezeichnen: das Versehen eines Gegenstands mit einem Zeichen, das die Lokalisierung innerhalb einer Ordnung erlaubt, im Gegensatz zu einer Benennung mit einem Namen. Siehe auch Benennen, Designation, Denotation, Individuation, Identifikation, Spezifikation.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 28
Bezeichnender Ausdruck/Russell/Geach: ist ein allgemeiner Term nach dem Präfix der, ein, jeder, alle, einige usw.
I 93f
Bezeichnender Ausdruck/Geach: Bsp Robinson machte eine Menge Geld, indem er es verkaufte: kein Satz - "es" ohne Antezedens kein bezeichnender Ausdruck. - aber wenn eine Wortkette in einem bestimmten Kontext keine logische Rolle hat, heißt das nicht, dass sie nie eine hat. - Bsp Jones hat ein Auto und Jones Tochter fährt damit. "Hat ein Auto" nicht bezeichnend: "p und Jones Tochter fährt damit" - auch nicht: "es gibt ein Auto..." für "p" dann: p und das von Jones Tochter gefahren wird. - Falsche Lösung Kriterien für "echte Vorkommnisse": können auch von der falschen Art sein - Bsp "Der einzige, der jemals ein Buch von Snead stahl..." > Anapher.
I 190f
Bezeichnung von Sätzen/Carnap/Geach: Bsp DES(Englisch)"red" ist rot, DES (Französisch) "l"eau" ist Wasser usw. - für alle x, x ist wahr in L ↔ DES(L) x - das bietet uns eine Definition von "wahr in L" in Begriffen von "Bezeichnung in L". - Wenn es grammatisch kein vollständiger Satz ist, so ist es das doch im logischen Sinn. - Es bedeutet ungefähr: "mon crayon est noir" ist wahr in französisch". - Weil "DES(Englisch) "Chicago is a large City" ein vollständiger Satz ist, ist "DES(Englisch)" kein Relationszeichen! Wir können nicht fragen: "Was ist es, was es bezeichnet" wie wir nicht fragen können: "Was ist es, dass es regnet?"
I 204
Bezeichnen/Benennen/Namen von Ausdrücken/Erwähnung/Gebrauch/Geach: Bsp A. Oder ist ein Junktor - wenn dieser Satz wahr sein soll, dann nur, wenn das erste Wort dazu gebraucht wird, das zu bezeichnen, von dem der Satz etwas aussagt - "oder" ist aber nur in speziellen Kontexten ein Junktor (Bsp "sondern" ist ein Junktor oder ein Verb"). - Daher wird "oder" in A nicht autonym gebraucht (bezeichnet sich nicht selbst). - Das erste Wort in A ist hier gar kein Beispiel - es ist logisches Subjekt. - Also in dem Satz kein Junktor also ist der Satz A falsch. - ((s) Mit und ohne Anführungszeichen, die hier gespart wurden). - ((s) Oder kann nur als Verbindung gebraucht werden, dagegen: wenn es erwähnt wird, ist es keine Verbindung mehr. - Erwähnung/Gebrauch. Also: Ist es falsch zu sagen oder ist eine Verbindung? - Nein. - Ist es falsch zu sagen "oder" ist eine Verbindung? - Ja.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

> Gegenargumente gegen Geach



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.08.2017