Philosophie Lexikon der Argumente

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Information, Informationstheorie: Ein Zeichen oder eine Zeichenkombination enthält Information, wenn für den Empfänger klar ist, dass dieses Zeichen oder die Zeichenkombination anstelle eines anderen möglichen Zeichens oder einer möglichen Zeichenkombination erscheint. Der Vorrat an möglichen Zeichen bestimmt zu einem Teil die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Zeichens aus diesem Vorrat. Zusätzlich kann die erwartete Wahrscheinlichkeit für das Erscheinen eines Zeichens durch bereits gemachte Erfahrungen von Regelmäßigkeiten erhöht werden. Die Menge der Information, die durch ein Zeichen übermittelt wird hängt ab von der Unwahrscheinlichkeit des Auftretens des Zeichens.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 68
Information/Bewegung/Kausalität/Lichtgeschwindigkeit/Bigelow/Pargetter: ein Bild kann schneller als das Licht übertragen werden: Bsp eine Laserkanone auf der Erde kann auf der Oberfläche des Jupitermonds Callisto schwenken und durch die Winkelgeschwindigkeit ein Bild von einem Punkt zum anderen bewegen, die größer ist als die Lichtgeschwindigkeit.
I 69
Das ist deswegen möglich, weil hier gar kein Kausalprozess im Gange ist. Der Punkt zu einer Zeit ist nicht dasselbe Ding wie der Punkt zu einer anderen Zeit, der Punkt ist kein Gegenstand,
Pointe: dann gibt es im Fall dieses Punkts nur eine Ockhamistische Geschwindigkeit, keinen Vektor. Zu sagen „er“ habe sich bewegt wäre irreführend. Er hat auch keine Identität in der Zeit.
Ursache: ist die Bewegung der Laserkanone auf der Erde.
Pointe: daher impliziert die Existenz eines Musters 2. Stufe von Positionen nicht die Existenz einer Eigenschaft 1. Stufe, der instantanen Geschwindigkeit.
Newton: zeigt wiederum, dass instantane Geschwindigkeit (Eigenschaft 1. Stufe) nicht Eigenschaften 2.- Stufe (Abfolge von Positionen) impliziert.
Fluxtheorie: das ist es, was sie braucht, die logische Unabhängigkeit von Eigenschaften 1. und 2. Stufe. Dennoch muss sie eine intime Verbindung zwischen beiden annehmen.
falsche Lösung: zu sagen, daß der Lichtpunkt seine Identität aus der numerischen Identität erhielte. Das wäre eine zweifelhafte Verbindung von Eigenschaften 1. und 2. Stufe.
I 70
Vs: wenn Bsp eine Welt von Malebranche - Gott erschafft die bewegten Gegenstände zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort neu – eine logische Möglichkeit ist, dann gibt es keine Implikation (Entailment) zwischen Ockhamistischer Geschwindigkeit und Geschwindigkeit nach der Fluxtheorie (2. und 1. Stufe von Eigenschaften).
Bigelow/Pargetter: daher sagen wir, dass die Verbindung zwischen Ockham-Geschwindigkeit und Flux-Geschwindigkeit nicht durch eine metaphysisch notwendige Verbindung, sondern durch ein kontingentes Naturgesetz gewährleistet wird.
Bewegung/Erklärung/Bigelow/Pargetter: Ockhams Ortswechsel wird oft durch instantane Geschwindigkeit erklärt. Der Grund ist, dass es nach den Naturgesetzen keine andere Möglichkeit gibt.
Moment/Bigelow/Pargetter: dieser Vektor begreift Geschwindigkeit unter sich. Moment ist keine intrinsische Eigenschaft (oder „Invariante“) sondern auf einen Rahmen der Referenz relativiert.
Vektor/Naturgesetze/Erklärung/Bigelow/Pargetter: Vektoren spielen eine wichtige Rolle in Naturgesetzen. Sie sind es, die den NG ihre erklärende Kraft geben.
intrinsische Eigenschaft/Vektor/Bigelow/Pargetter: jeder Vektor konstituiert eine intrinsische Charakteristik eines Gegenstands zu einer Zeit. ((s) Kein Widerspruch zu oben, wenn auf Zeitpunkt bezogen).
Geschwindigkeit/Beschleunigung/Bigelow//Pargetter: ihre Verbindung wird durch ihre Rolle in Naturgesetze vermittelt.
Fallbeschleunigung/Galilei/Bigelow/Pargetter: ist tatsächlich nicht ganz konstant, weil beim Annähern an das Gravitationszentrum die Gravitation stärker wird. Und zwar nimmt sie beschleunigt zu. Galilei nimmt aber Konstanz an.
I 71
Erklärung/Quantität/Bigelow/Pargetter: nicht alle Quantitäten spielen eine erklärende Rolle wie Beschleunigung und Geschwindigkeit. Bsp die Änderung der Beschleunigung (s.o. der Fallbeschleunigung) spielt keine erklärende Rolle. Deshalb nehmen wir keinen Vektor für sie an. Hier brauchen wir nur „Ockhamsche“ Muster der Beschleunigung. Keinen Flux. Wohl aber brauchen wir den Flux für die darunterliegenden Vektoren der Geschwindigkeit und der Beschleunigung.
Vektor/Physik/Erklärung/Bigelow/Pargetter: es gibt keinen Grund, Vektoren oberhalb der ebene der Beschleunigung anzunehmen, weder Flux-Vektoren noch Ockhamistische.
Erklärung/Bigelow/Pargetter: das zeigt eine Erklärungsverbindung zwischen Flux-Vektoren und Mustern in der Zeit. Diese Verbindung ist keine enge logische oder metaphysische, sondern eine lockerere, eine nomologische.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 15.12.2017