Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Ähnlichkeitsmetrik Lewis V 10
Ähnlichkeitsmetrik/Mögliche Welten/Ähnlichkeit/Lewis: Ordnungsannahme: schwache Ordnung: Wann immer zwei Welten von der fraglichen Welt i aus zugänglich sind, ist entweder die eine oder die andere Welt i ähnlicher. Abnehmende bzw. zunehmende Ähnlichkeit ist transitiv. Dagegen partielle Ordnung: Nicht alle Paare sind unterscheidbar. >Mögliche Welt.
V 11
Vereinbarkeit/mögliche Welten/Lewis: B ist in Welt i vereinbar mit A gdw. eine A-Welt, näher an i ist als jede Nicht-B-Welt (Umkehrung von "eher wahr"). Dann ist A wäre>>wäre C wahr wenn C aus A folgt zusammen mit Hilfshypothesen B1...Bn.
Terminologie:
"A wäre>>wäre C" = Wenn A der Fall wäre, wäre C der Fall.

Bsp Naturgesetze (NG) sind mit jeder Annahme vereinbar oder absolut unvereinbar.
These: Dann sind Naturgesetze Verallgemeinerungen von dem, was wir für besonders wichtig halten. Dann sollte Konformität mit Naturgesetzen wichtig sein für die Ähnlichkeitsrelation zwischen möglichen Welten.
V 12f
Ähnlichkeitsmetrik/mögliche Welt/Lewis: Sphäre/Ähnlichkeitssphäre: Bsp S-Sphäre um Welt i: existiert, wenn jede S-Welt von i aus zugänglich ist und näher ist als jede ~S-Welt. "A-zulassend": eine Sphäre enthält eine A-Welt.
Grad: Sphären repräsentieren Grade (Dies ist komparativ, anders als Nachbarschaft in Topologie).
Vereinbarkeit/vereinbar/(s): B ist vereinbar mit A, wenn es in der B-Sphäre eine A-Welt gibt.
Def A wäre>>wäre C ist wahr, wenn A > C in einer A-zulassenden Sphäre um i gilt, wenn es eine gibt. ((s) Implikation).
V 13
Dann ist A wäre>>könnte C wahr, wenn AC in jeder A-zulassenden Sphäre um i gilt ((s) Konjunktion) Def A < B ("A ist eher wahr als B") ist wahr, wenn eine Sphäre um i A zulässt, aber nicht B.
V 14f
Ähnlichkeitsmetrik/Grenzannahme/mögliche Welten/Lewis: Problem: Manchmal gibt es keine ähnlichste: Bsp Lewis ist größer als 7 Fuß, dann ist er auch größer als 7+e, wobei e immer kleiner wird, ohne Grenze: keine ähnlichste Welt. Def Grenzannahme: Es gibt doch ein Limit und damit eine ähnlichste Welt. > Unmögliche Welt/Lewis.
V 42
Ähnlichkeitsmetrik/Ähnlichkeit/mögliche Welten/Lewis: Es geht nicht um irgendeine spezielle Ähnlichkeitsrelation, die man gerade im Sinn hat. Problem: Wenn einige Hinsichten gar nicht zählen, wäre die Zentrierungsannahme verletzt. D.h. Welten, die in einer nicht beachteten Hinsicht abweichen, wären identisch mit der wirklichen Welt. Lewis: Aber solche Welten gibt es gar nicht. Ähnlichkeitsrelationen müssen unterschieden werden: a) für explizite Urteile und b) für kontrafaktische Urteile.
V 150
Revision/mögliche Welten/Ähnlichkeitsmetrik/Stalnaker/Lewis: Jede Revision wird die ähnlichste Antezedens-Welt auswählen. ---
Schwarz I 160
Lewis: Bsp Ein einzelnes Teilchen tauscht die Ladung, dann verhält es sich anders. Denn eine mögliche Welt in der nicht nur Ladung, sondern auch die Rolle getauscht wäre, wäre viel unähnlicher (>Nächste Welt > Ähnlichste Welt).

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Begriffe Poundstone I 95
Projizierbarkeit/Goodman/Induktion/Poundstone: es gibt drei Arten von Situationen, in denen positive Beispiele für etwas nicht übertragbar sind: 1. Glau /blün-Paradox
2."Alles bestätigt alles", Hypothesen mit "und" ((s) = Hypothesen, an die etwas angehängt wird. >Hilfshypothesen)
3. Die Hypothese: "Alle Smaragde sind beobachtet worden": das heißt, es gibt keine unbekannten Smaragde. - Das ist gut in der Sprache verankert, aber nicht erweiterbar.

Poundstone I
William Poundstone
Im Labyrinth des Denkens Hamburg 1995
Empirische Bedeutung Hempel II 137
"Empirischer Sinn"/Hempel: Empirischer Sinn ist abhängig a) vom sprachlichen Rahmen, der bestimmt, welche anderen Aussagen gefolgert werden können und
b) vom theoretischen Kontext von Hilfshypothesen.
>Begriffsschemata, >Hypothesen.
II 138
Empirischer Sinn ist nur in idealen (formalen) Sprachen möglich. >Ideala Sprache, >Formale Sprache, Alltagssprache.
Problem: "Isolierte Aussagen" können Metaphysisches ohne Bezug zur Wahrnehmung enthalten und weggelassen werden aufgrund der syntaktischen Struktur.
Anders: Aussagen mit theoretischen Termini sind syntaktisch immer an Beobachtungstermini geknüpft. (Theoretische Termini: beziehen sich auf Unbeobachtbares.)
>Theoretische Termini, >Unbeobachtbares, >Beobachtung, >Beobachtungssätze, >Beobachtungssprache, >Beobachtbarkeit.

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982
Falsifikation Popper I 122
Falsifikation/Popper: kann immer ad hoc außer Kraft gesetzt werden. >Hilfshypothesen, >Quine-Duhem-These.
I 123
Empirische wissenschaftliche Methode: besteht gerade im Ausschluss solcher Verfahren - "Humescher Widerspruch": nur Erfahrung ist zulässig, aber eben nicht beweiskräftig. Lösung/Popper: nicht alle Sätze sind "vollentscheidbar". - Es muss besondere empirische Sätze als Obersätze der falsifizierenden Schlüsse geben. >Unentscheidbarkeit.
I 127
Das können aber nicht Protokollsätze sein, diese sind nur psychologisch. >Protokollsätze.
Stegmüller I 400f
Falsifikation/Popper: muss selbst wiederholbar sein. - Man kann Allsätze in "Es-gibt-nicht"-Sätze umformulieren, um sie zu falsifizieren. - Bsp "Es gibt keine nichtweißen Schwäne". >Induktion/Popper.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Hypothesen Poundstone I 48
Hypothesen/Poundstone: die meisten Hypothesen sind Verallgemeinerungen. - Nicods Kriterium (Rabenparadox): Relevanz - schwarze und nichtschwarze Nichtraben sind irrelevant.
I 60
Poundstone: sogar die Beobachtung schwarzer Raben ist praktisch irrelevant.
I 88
Schlechte Hypothesen verderben gutes Belegmaterial.
I 55
Hilfshypothesen/Kohärenztheorie/Poundstone: Zusatzhypothesen meist Annahmen über das Funktionieren der Instrumente. Problem: oft ist die Anwendbarkeit des modus tollens nicht garantiert - Bsp Uranus wurde richtig aufgrund von Bahnstörungen vorhergesagt, Neptun falsch aufgrund der gleichen Hypothesen und Methoden.

Poundstone I
William Poundstone
Im Labyrinth des Denkens Hamburg 1995
Inhalt Brandom I 662
Def Inhalt/Gleichheit/Frege: Zwei Urteile haben denselben Inhalt genau dann, wenn die Folgerungen, die aus dem einen in Verbindung mit verschiedenen anderen gezogen werden können, immer auch aus dem anderen in Verbindung mit denselben anderen Urteilen folgen. BrandomVsFrege: Das ist eine Allquantifikation über Hilfshypothesen - eine solche Forderung würde die Unterschiede auslöschen, denn es lässt sich immer eine solche Menge finden: nach Frege haben nämlich zwei beliebige Urteile die gleichen Konsequenzen, wenn sie mit einer Kontradiktion verbunden werden.
I 731
Enger Inhalt/BrandomVs: (nur vom Individuum abhängig): kaum kohärente Geschichte möglich, die nur ein Individuum berücksichtigt - außerdem sollten die Geschichten bei ähnlichen Individuen gleich sein - aber immer verschiedener Kontext möglich. >Enger/weiter Inhalt.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Kohärenztheorie Ayer I 21
AyerVsKohärenztheorie: Es könnte verschiedene Systeme kohärenter Aussagen geben. >Hilfshypothesen.
I 293
Kohärenz/Carnap/Ayer: Carnap versucht, Kohärenztheorie zu retten: Pragmatismus: was dient unseren Zielen? >Pragmatismus. AyerVsCarnap: Dass letztlich nur eins der konkurrierenden kulturell unterschiedenen Systeme akzeptabel ist, überschreitet schon die Kohärenztheorie selbst.

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Magisches Denken Polanyi Weizenbaum I 174
Magisches Denken/Wissenschaft/Polanyi/Weizenbaum: Wie Polanyi feststellt, wird die Unerschütterlichkeit naturwissenschaftlicher Überzeugungen mit denselben Kunstgriffen verteidigt, durch die sich auch magische Glaubenssysteme schützen: (M. Polanyi, The Tacit Dimension, NY, 1966, p. 292): Jeder Widerspruch zwischen einer bestimmten naturwissenschaftlichen Aussage und den Erfahrungstatsachen wird durch eine andere wissenschaftliche Aussage erklärt; der Vorrat an möglichen wissenschaftlichen Hypothese, mit denen jedes nur vorstellbare Ereignis erklärt werden kann, ist unerschöpflich… Innerhalb der Naturwissenschaft selbst wird die Beständigkeit von Theorien gegenüber der Erfahrung durch epizyklische Hilfshypothesen gewährleistet, die alternative Ansätze im Keim ersticken.


Pola I
M. Polanyi
Personal Knowledge: Towards a Post-Critical Philosophy Eastford 2013

Pola II
M. Polanyi
The Tacit Dimension Chicago 2009

Weizenbaum I
Joseph Weizenbaum
Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft Frankfurt/M. 1978
Programmierung Weizenbaum I 305
Programme/Programmierung/Weizenbaum: die meisten gegenwärtig (Mitte der siebziger Jahre) verfügbaren Programme vor allem die umfangreichsten und wichtigsten unter ihnen, sind (…) nicht theoretisch fundiert. Sie sind heuristisch, und zwar nicht unbedingt in dem Sinne, dass sie sich in ihrem Inneren heuristischer Methoden bedienen, sondern das ihre Bauweise Faustregeln folgt, Strategemen, die unter den meisten vorhersehbaren Umständen zu „funktionieren“ scheinen, und auf andere Ad-hoc-Mechanismen beruht, die von Zeit zu Zeit zusätzlich eingebaut werden. ((s) Siehe auch Quine, Ad-hoc-Hypothesen, > Quine-Duhem-These).
I 308
Laien nehmen an, dass zunächst ein Mensch das organisiert hat, was ein Computerprogramm werden soll, bevor es in den Computer eingegeben wird. Der Laie glaubt, ….dass das eine Garantie dafür ist, dass ein Programmierer jede Einzelheit des Prozesses, der durch das Programm verkörpert wird, formuliert hat und versteht. Aber die Tatsachen sprechen gegen diese Annahme. Selbst der Programmierer kann nicht den Weg der Entscheidungsfindung in seinem eigenen Programm kennen, geschweige denn wissen, welche Zwischen- oder Endergebnisse es hervorbringen wird. Die Formulierung eines Programms gleicht somit eher der Schöpfung einer Bürokratie als der Konstruktion einer Maschine.
I 311
Wenn Programme nicht mehr von einem Einzelnen verstanden werden, können sie nur noch wachsen. Und ihr Wachstum samt der damit verbundenen gesteigerten Abhängigkeit wird begleitet von einer zunehmenden Legitimation ihrer „Wissensgrundlage“.
I 313
Bsp im Vietnamkrieg wurden Computer von Offizieren bedient, die nicht die geringste Ahnung davon hatten, was in diesen Maschinen eigentlich vorging. Die Computer trafen die Entscheidung, welche Dörfer bombardiert werden sollten. …Selbstverständlich konnten nur solche Daten in die Maschine eingegeben werden, die „maschinell lesbar“ waren, also weitgehend Zielinformationen, die von anderen Computern stammten.
I 314
Die entsprechenden Geheimberichte stammten also von Computern. Admiral Moorer sagte später selbst: …bis die Lügen, die die Computer anderen erzählen sollten, sie selbst, die Herren der Computer, zu Fall brachten. (Vgl. Seymour Hersh in: New York Times 10. August 1973).
I 315
Weizenbaum: die riesigen Computersysteme im Pentagon und ihre Gegenstücke anderswo in unserer Zivilisation haben in einem höchst realen Sinn keine Autoren. Korrektheit/Weizenbaum: daher lassen sie gar keine Fragen über „richtig“ und „falsch“ zu, über Gerechtigkeit oder irgendeine Theorie, auf der sich Zustimmung oder Widerspruch auf bauen ließe.
I 317
Verantwortung/Weizenbaum: der Mythos von der technischen, politischen und gesellschaftlichen Zwangsläufigkeit ist ein wirksames Beruhigungsmittel für das Bewusstsein. Seine Funktion besteht darin, die Verantwortung jedem von den Schultern zu nehmen, der an ihn glaubt. Man beachte, dass nicht Menschen, sondern Syst5eme die Verantwortung tragen.

Weizenbaum I
Joseph Weizenbaum
Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft Frankfurt/M. 1978
Propositionaler Gehalt Brandom I 215
Propositionaler Gehalt/pG/Brandom: aus sozialen Strukturen, die ihn übertragen, grundlegend für repräsentationale Gehalte. - ((s) Was als richtige Wahrnehmung gilt, ist sozial durch Normen geregelt.)
I 217
Hilfshypothesen sind von Person zu Person verschieden.
I 218
Zugang: zur Pragmatik: normativ - zur Semantik: inferentiell - zur Interaktion zwischen begrifflichen Gehalten: sozial.
I 236
Propositionaler Gehalt/Field/Brandom: zweistufig: 1. Glauben* in Mentalesisch, 2. Bedeutung in öffentlicher Sprache.
I 327
Mathematik: Propositionalen Gehalt gibt es auch ohne Empirie.
I 240
Propositionaler Gehalt/Brandom: (Glaubbares) ist durch die pragmatische Eigenschaft der Behauptbarkeit auszuzeichnen.
I 254
Def Propositionaler Gehalt: Das, was Performanzen ausdrücken und was die besonderen Merkmale ihrer Signifikanz innerhalb des Genus des Behauptens bestimmt.
I 402
Propositionaler Gehalt: Rolle als Prämissen - startet mit dem Begriff der Wahrheit statt mit dem der Inferenz - Def Handeln: etwas wahr machen.
I 473
Propositionaler Gehalt/Brandom: These: Propositionaler Gehalt kann keine grundlegende explanatorische Rolle spielen. - Er ist parasitär zur expressiven Rolle! - Es geht um Behauptungsakte, nicht um Behauptetes.
I 873
Gehalt/Brandom: propositionale und andere begriffliche Gehalte, mit denen das Verhalten des Systems gemessen werden soll, können nicht in diesem Verhalten selbst begründet werden.
I 897
Propositionaler Gehalt/Brandom: Was wir meinen ist von den tatsächlichen Verhältnissen abhängig, auch wenn wir nicht wissen, wie sie sind; das ist der perspektivische Charakter des propositionalen Gehalts. - Daher fängt der Externalismus zu hause an: die Gehalte fremder Festlegungen sind abhängig von deren Tun und von der Wahrheit über das, worüber sie etwas behaupten. >Externalismus.
II 207
Propositionaler Gehalt/Brandom: ist immer auch repräsentational. - Über propositionalen Gehalt kann in Begriffen von Wahrheit oder von Gründen nachgedacht werden - "aboutness", "über" nicht zusätzlich zu Repräsentation notwendig. - Aber propositionaler Gehalt muss auch nichtrepräsentational charakterisiert werden können.
II 263
Objektivität/Brandom: des propositionalen Gehalts: Die Objektivität (Tatsache) sagt nichts darüber aus wer etwas angemessen behaupten könnte. - Und solche Tatsachen gäbe es sogar ohne Lebewesen. - Diese Objektivität ist ein Merkmal, das wir als eine Struktur der Festlegungen und Berechtigungen verständlich machen können. - Jede Gemeinschaft, die Festlegung und Berechtigung als normative Status anerkennt, kann propositionale Gehalte anerkennen, die in diesem Sinn objektiv sind. >Objektivität/Brandom, >Tatsachen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Quine Fodor IV 37
Holismus/Quine/Fodor/Lepore: Quine vertritt einen Bedeutungsholismus (BH). Angeblich aber auch einen Bestätigungsholismus (BesH). Dieser entspricht der Quine-Duhem-These. (>Two Dogmas: Sätze stehen nicht einzeln vor dem Tribunal der Erfahrung). >Quine-Duhem-These.
IV 39f
PragmatismusVsRealismus/QuineVsReduktionismus: Verifikationsbedingungen sind nicht analytisch in Aussagen enthalten. Bestätigungsholismus/Fodor/Lepore: Der Vertreter des Bestätigungsholismus muss nicht Pragmatist sein, er kann auch Realist sein.
Bestätigungsholismus ist vereinbar mit der Quine-Duhem-These (Sätze sind nicht einzeln verifizierbar). Bestätigung ist keine sprachliche Angelegenheit, sondern erfolgt dadurch, wie die Welt ist (Quine pro Realismus). Quine: "a priori" ist äquivalent mit dem Semantischen. Quine pro Verifikationismus: Satzbedeutung: Satzbedeutung wird durch die Methode der Verifikation gewonnen. Die Quine-Duhem-These ist gut mit dem Realismus vereinbar.
Quine-Duhem-These: a) Jede Aussage kann beibehalten werden, wenn man entsprechende Hilfshypothesen beibringt.
b) Die Forderung, dass Belege a posteriori sein müssen.
Quine-Duhem-These/Fodor/Lepore: Die Quine-Duhem-These kann auch gelesen werden als:
a) QuineVsCarnap: Vs Lokalismus der Bestätigung oder
b) QuineVsCarnap: Vs Lokalismus der Bedeutung.
IV 2189
Netzwerk/Quine/Fodor/Lepore: Die einzigen festen Knoten sind die Beobachtungsbegriffe.

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Terminologien Lewis IV 58
R-Relation/RR/Identität/Kontinuität/Person/Lewis: Die R-Relation ist eine bestimmte Relation und Verbundenheit unter Personenzuständen (keine Identität). I-Relation/IR/Lewis: Welche dauerhaften Personen sind identisch mit den früheren?
Pointe: Beide Relationen sind identisch, weil sie ko-extensiv sind.
IV 67ff
Die I-Relation ist nicht bloß durch Identität definiert. Sie leitet sich auch von der Personenhaftigkeit her. Diese ist graduell.
IV 259
Ramsey-Satz/Lewis: Der Ramsey-Satz tilgt den Unterschied zwischen intensionaler und extensionaler Sprache. >Extension, >Intension, >Existenzquantifikation.
Gleichzeitig eliminiert er technisches Vokabular durch Existenzquantifikation, auch genannt "Ramsifikation".
Neutrale Ebene: Es gibt ein System von Kategorien, S, N, X/Y, es gibt drei Relationen von Ausdrücken zu Dingen: "A-tension", "B-tension" und "C-tension".

Bigelow I 180
Def lagadonische Sprache/lagadonisch/Terminologie/Swift/Lewis/Bigelow/Pargetter: So nennt Lewis in Anlehnung an Gullivers Reisen eine solche Sprache (1986a(1), S 145). Sie ist eine mengentheoretische Struktur über Individuen, Eigenschaften und Relationen.
1. Lewis, David 1986a. Philosophical Papers, Volume II, Oxford: Oxford University Press.

Schwarz I 99
Relationen/Lewis: intrinsisch: Bsp größer-Relation (betrifft nur die beiden Seiten). Extrinsisch: Bsp Großmutter-Relation (braucht ein Drittes).
Interne Relation: (ungleich intrinsische Relation): hängt nur von intrinsischen Eigenschaften ab und ist auf diese reduzierbar. Externe Relation: ist auch intrinsisch, aber bloß nicht reduzierbar. Bsp Raumzeitliche Relation: "intrinsisch in Bezug auf Paare". Identität/Teilbeziehung/Elementschaft/Lewis: Dies sind alles keine Relationen!

I (b) 34
Hier: Die T-Termini sind Namen von Geisteszuständen, die A-Termini Namen für Reize und Reaktionen und auch von Kausalbeziehungen. Theoretische Termini: (T-Termini) sind Namen, keine Prädikate oder Funktionen. Doch das ist nicht so wichtig. Es ist leicht umzuformen.

V 11
Vereinbarkeit/mögliche Welten/Lewis: B ist in Welt i vereinbar mit A gdw. eine A-Welt, näher an i ist als jede Nicht-B-Welt (Umkehrung von "eher wahr"). Dann ist A wäre>>wäre C wahr wenn C aus A folgt zusammen mit Hilfshypothesen B1...Bn. Terminologie:
"A wäre>>wäre C" = Wenn A der Fall wäre, wäre C der Fall.

V 86
Principal Principle/Hauptprinzip/Wahrscheinlichkeit/Chance/Lewis: Das Principal Principle soll sich an unsere Erfahrungen mit direktem Schließen anlehnen. Ausnahmen: 1. Es geht um Chancen, nicht Häufigkeit. 2. Sicherheit über Wahrscheinlichkeiten (Chancen) trägt zur Resilienz (Stabilität gegen neue Information) bei.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Theorien Brandom I 313
Theorie/Methode/Brandom: der Begriff der Regelmäßigkeit kann keine Regelmäßigkeiten unterscheiden - Regelmäßigkeit in Bezug auf Bezugsklassen kann keine Bezugsklassen unterscheiden. - Es gibt wohl Tatsachen über Wahrscheinlichkeit, aber keine Tatsache, die zeigt, welche der möglichen Bezugsklassen die richtige ist. (>Nonfaktualismus/Brandom, > andere Autoren zu Nonfaktualismus).
I 662
Theorie/Holismus/Brandom: was Belege als Belege für eine Hilfshypothese konstituiert, hängt von den verfügbaren Hilfshypothesen ab.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Theorien Lakatos Feyerabend I 238
Lakatos/Feyerabend: Auch der scharfsinnige Versuch von Lakatos, eine Methodologie aufzustellen, die die historische Wirklichkeit der Wissenschaften ernst nimmt, sie aber doch aufgrund von in ihr selbst entdeckten Regelmäßigkeiten einer Kontrolle unterwirft, ist von dieser Folgerung nicht ausgenommen. 1. Es gibt die Regelmäßigkeiten nicht, auf die sich Lakatos beruft er idealisierte die Wissenschaften genauso wie seine Vorgänger.
2. Wären die Regelmäßigkeiten, wenn es gäbe, Regelmäßigkeiten der Wissenschaften und also unbrauchbar zur »objektiven« Beurteilung.
3. Lakatos’ Regelmäßigkeiten sind nur ein Aufputz, hinter dem sich im Grunde ein anarchisches Verfahren verbirgt
>Objektivität/Lakatos, >Regularitäten.
I 239
Falsifikation/LakatosVsPopper/Feyerabend: Einige der berühmtesten Falsifikationen waren alles andere als solche. Und darüber hinaus völlig irrational.
I 240
Lakatos/Feyerabend: These: Man sollte Theorien eine "Atempause" gewähren: bei der Bewertung zählt die Entwicklung von Theorien über einen langen Zeitraum und nicht die momentane Gestalt. Außerdem stehen methodologische Maßstäbe nicht über jeder Kritik.
Hacking I 206
Theorien/Wissen/HackingVsLakatos: Statt Vermehrung des Wissens müsste es heißen: Vermehrung der Theorien! Feyerabend/VsLakatos: Seine "Methodologie" bringt keinen Nutzen, wenn man über gegenwärtige Forschung Rat braucht.

Schurz I 196
Theorierevision/Lakatos/Schurz: (Lakatos 1974, 129ff) Methodologie wissenschaftlicher Forschungsprogramme: zwei Annahmen: 1. “Immunisierung“: Es ist immer möglich, den Kern einer Theorie im Fall eines Konflikts mit der Erfahrung zu retten, indem man an der Peripherie Anpassungen vornimmt.
I 197
2. Schutzgürtel“: Jede (physikalische ) Theorie braucht Hilfshypothesen (exklusive ceteris paribus Hypothesen) um empirische Prognosen aufzustellen. Diese lagern sich wie ein Schutzgürtel in der äußeren Peripherie um Mitte und Kern. Konflikte mit der Erfahrung können dann beseitigt werden, indem eine Hilfshypothese ersetzt oder fallengelassen wird. Def Anomalie/Lakatos: Ein Beobachtungsdatum, das der gesamten Theorie (Kern + Peripherie) widerspricht.
Lösung:
Def ad hoc Hypothese: nimmt kompliziertere Systembedingungen an, in denen unbekannte Störfaktoren postuliert werden.
>Hypothesen, >Hilfshypothesen.
Vs: Problem: Das erklärt das abweichende Datum nicht. D.h. es bleibt auch nach der Einführung der ad hoc Hypothese eine Anomalie!
ad hoc/Lakatos: solche Anpassungen sind überhaupt nur legitim, wenn sie wissenschaftlich progressiv sind. Sie müssen neuen empirischen Gehalt besitzen.
I 198
Falsifikation/LakatosVsPopper: eine Theorieversion ist erst dann falsifiziert, wenn es eine progressive neue Version (mit neuem empirischen Gehalt) gibt. D.h. es gibt keine „Sofortrationalität“ (augenblickliche Entscheidung) welche Theorie besser ist. Das zeigt sich erst in der historischen Entwicklung.
Def Forschungsprogramm/Lakatos: harter Theoriekern zusammen mit einer negativen und einer positiven Heuristik.
Def negative Heuristik/Lakatos: Anpassungen werden nicht im Kern sondern nur an der Peripherie vorgenommen, Allerdings können im Zuge einer degenerativen Entwicklung sich die modus tollens Treffer auf gegen den Kern richten.
Def positive Heuristik/Lakatos: Programm, nach dem immer komplexere theoretische Modelle bzw. Systembedingungen für den Kern mit widerspenstigen Daten fertig werden können.
I 199
Theorieversion/Schurz: Kern plus Peripherie.
I 200
Def Falsifikation/Schurz: eine Theorieversion ist falsifiziert, gdw. einige aus ihr deduktiv folgende Phänomene durch aktuale Beobachtungssätze falsifiziert wurden. (s) Schurz spricht immer von Sätzen statt von Beobachtungen.
I 202
Wahrheitsnähe/SchurzVs/Misserfolg/Erfolg/Theorie: der Begriff des Misserfolgs hat den Vorteil, dass darunter nicht die erfahrungskonfligierenden Konsequenzen der Theorie verstanden werden, sondern die Phänomene. Der Wahrheitsbegriff geht nur von den Konsequenzen aus.
I 206
Def Klebeparadox/tacking paradox/Lakatos/Schurz: die Möglichkeit, durch die bloße konjunktive Hinzufügung irgendeiner empirisch ungeprüften Behauptung den empirischen Gehalt einer Theorieversion zu erhöhen. Lösung/Lakatos: die Verbindung einer einen neuen empirischen Gehalt erzeugenden Hilfshypothese mit der bisherigen Theorie muss inniger sein, als die einer bloßen Konjunktion.
I 207
Lösung: die Theorie T muss homogen sein in Bezug auf den empirischen Gehalt: Def Homogenität/Theorie/Schurz: eine Faktorisierung ((s) Aufteilung) von T in Bezug auf E(T) ist nicht möglich. Logische Form: Unterteilung von T und E(T) in zwei disjunkte Teilmengen
T1UT2 = T und
E1UE2 = E(T) sodass T1 alle Phänomene in E1 impliziert und T2 alle Phänomene in E2 impliziert. Wenn das möglich ist, ist die Theorie heterogen. Jede durch irrelevante Verstärkung gewonnene Theorie ist in diesem Sinn faktorisierbar. Eine Verbindung der Theorie T mit dieser Verstärkung H ist empirisch nicht kreativ.

Laka I
I. Lakatos
The Methodology of Scientific Research Programmes: Volume 1: Philosophical Papers (Philosophical Papers (Cambridge)) Cambridge 1980

Feyerabend I
Paul Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Feyerabend II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
Vergangenheit Dummett Wright I 93
Vergangenheit/Geschichte/Dummett/Wright: Wahrheitszuschreibungen für Aussagen über Vergangenes bleiben unverständlich, es sei denn, sie werden durch aktuell verfügbare Evidenz eingeschränkt.
Dummett III (d) 170f
Beeinflussung der Vergangenheit/Parallele zum Fatalismus (keine Beeinflussung der Zukunft: Bsp der Häuptling tanzt, damit die Jünglinge sich (nach zwei Tagen) als tapfer herausstellen mögen. - Je nach zugrunde liegenden Überzeugungen werden Belege zugunsten des Aberglaubens des Häuptlings sprechen und die Wahrscheinlichkeit noch erhöhen. >Fatalismus/Dummett. Pointe: Wissen über die Zukunft: ist von Absicht abhängig - Wissen über die Vergangenheit: ist nicht von Absicht abhängig. - Hilfshypothesen: falsche Kausalität.
III (d) 184
Zeit/Vergangenheit/Dummett: Wenn ich überzeugt bin, dass mein Sohn ertrunken ist, werde ich aufhören zu beten.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Verifikation Popper I 127 ff
Überprüfbarkeit/Nachprüfung/Popper: Man überprüft die Theorien, indem man aus ihnen Sätze von geringerer Allgemeinheit (Deduktion) ableitet. Diese Sätze müssen ihrerseits auf die gleiche Art überprüfbar sein, ad infinitum. Das ist kein Regress, wenn man auf die Letztbegründung durch Deduktion verzichtet. Wir fordern ja nicht, dass jeder Satz tatsächlich nachgeprüft werde, sondern nur, dass jeder Satz nachprüfbar sein soll. Jeder einzelne ist nachprüfbar, nicht alle werden geprüft. >Deduktion, >Letztbegründung, >Regress, >Bestätigung, >Falsifikation.
I 126
Reproduzierbarkeit, Wiederholbarkeit: der Streit darüber, ob es nicht wiederholbare, einzigartige Vorgänge gibt, ist innerhalb der Wissenschaft nicht entscheidbar, er ist »metaphysisch«.
I 122
VsFalsifizierbarkeit: es gibt Argumente, dass ein theoretisches System niemals endgültig falsifiziert werden könne. Es sind ja immer gewisse Auswege möglich. Z. B. ad hoc eingefügte Hilfshypothesen Falsifizierbarkeit/Popper: wir werden die empirische Methode gerade durch den Ausschluss jener Verfahren kennzeichnen.

Flor II 483
Def Bewährungsgrad: hängt davon ab, ob eine Theorie mehrere oder weniger Probleme (exakter) löst. Vom Bewährung trat kann nicht auf das Ergebnis künftiger Prüfungen geschlossen werden. Dies hat keine Wahrscheinlichkeit! Def Prüfbarkeit: schwankt im Umfang.
Tier: die Amöbe kann sich nicht kritisch gegenüber ihren Erwartungen oder Hypothesen verhalten, sie kann sie sich nicht vorstellen: sie sind ein Teil von ihr. Siehe auch >Falsifikation/Popper.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Flor I
Jan Riis Flor
"Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Flor II
Jan Riis Flor
"Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993

Flor III
J.R. Flor
"Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Flor IV
Jan Riis Flor
"Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Zeit Lewis V 32
Zeit/Zeitpfeil/Vergangenheit/Zukunft/Lewis: Zukunft hängt kontrafaktisch (nicht nur kausal) von der Gegenwart ab. >Kausale Abhängigkeit, >Kontrafaktische Abhängigkeit.
Asymmetrie: Frühere Dinge hängen nicht von späteren ab. Wir finden kein kontrafaktisches Konditional das erklärt, was in der Vergangenheit anders gewesen wäre, wenn die Gegenwart anders wäre. So ein kontrafaktisches Konditional wäre bestenfalls unklar.
V 33
Asymmetrie: Wir können alle Annahmen über die Vergangenheit gebrauchen, aber nicht über die Zukunft. Annahmen über die Vergangenheit sind nicht kontrafaktisch abhängig. Daher können sie als Hilfshypothesen dienen.
V 35
Zeit/Asymmetrie/kontrafaktisches Konditional/Lewis: Asymmetrie: kommt so zustande: A wä>wä C geht davon aus, dass C später ist. Wenn C früher ist, sind die kontrafaktischen Konditionale nur wahr, wenn C wahr ist. Die kontrafaktischen Konditionale sagen uns, wie die Weise, wie die Dinge früher sind, nicht davon abhängt, wie die Dinge später sind.
V 36
Zeitpfeil/epistemisch/Asymmetrie/Lewis: Die Asymmetrie (dass wir mehr über die Vergangenheit als über die Zukunft wissen) ist graduell und keine Artverschiedenheit.
V 37f
Zeit/Asymmetrie/Vergangenheit/Zukunft/Lewis: 1. Der epistemische Kontrast (dass wir mehr über die Vergangenheit wissen) ist graduell.
2. Das ist irrelevant.
3. Sogar der Determinismus würde eine Asymmetrie gestatten.
4. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind gleichermaßen unveränderlich. Dass t später ist, ist irrelevant.
V 38
5. In einem Sinn können wir die Zukunft aber durch unser gegenwärtiges Handeln ändern. Asymmetrie: Verzweigung in der Zukunft: sind die Alternativen unter kontrafaktischen Annahmen. Vergangenheit: Hier bleibt die Sache gleich, auch unter kontrafaktischen Annahmen.
V 57
Zeit/Naturgesetze/NG/Asymmetrie/Lewis: Wenn es eine Asymmetrie gibt (zwischen Vergangenheit und Zukunft). Dann ist sie eine Eigenschaft der Zeit, nicht der Gesetze. Sie macht einen Unterschied zwischen möglichen Welten. >Mögliche Welt/Lewis.
V 66
Asymmetrie/Zeit/Lewis: Mein Argument für Asymmetrie ist empirisch. Es müssten zu viele Spuren nachträglich getilgt werden.
V 94
Zeit/Asymmetrie/Vergangenheit/Zukunft/mögliche Welten/Lewis: Die Asymmetrie ist kontingent, d.h. die Eigenschaften, die die Unterscheidung zwischen vergangenen und zukünftigen Möglichkeiten rechtfertigen. Sie können von möglicher Welt zu möglicher Welt verschieden sein. >Asymmetrie, >Vergangenheit, >Gegenwart, >Zukunft, >Zeitreise/Lewis, >Zeitloses/Lewis.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Monismus Hilfshypothese Neutral Pauen I 77
Monismus/Pauen: Varianten: 1. "radikal materialistisch":
a) Priorität der dritten Person: logischer Behaviorismus.
b) eliminativer Materialismus
Hilfshypothese: Alltagspsychologie.
2. Identitätstheorie
2a) Typ-Identität
2b) Token-Identität
2bb) Funktionalismus. (Unterart der Token-Identität).

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Hilfshypothesen Duhem, P. Hacking I 193
Duhem: These jede Theorie kann durch zusätzliche Hilfshypothesen gerettet werden. (ad hoc). (Extremer Antirealist).

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Quine-Duhem-Th. Fodor, J. IV 39
Quine-Duhem-These (Sätze nicht einzeln verifizierbar) Quine-Duhem-These/QDT/Fodor/Lepore: sehr gut mit dem Realismus vereinbar.
Quine-Duhem-These/QDT/Fodor/Lepore: hier gibt es verschiedene Versionen in Two Dogmas, je nachdem, wie sie gerade polemisch gebraucht werden:
Bsp a) "man kann jede Aussage beibehalten, wenn man mit widerspenstigen Daten konfrontiert ist". (Hilfshypothesen).
IV 40
das ist nicht dasselbe wie b) die Forderung, daß Belege a posteriori sein müssen.
Aber es ist schwer zu sehen, wie das erste wahr sein kann, ohne das zweite.
TD/Quine/Fodor/Lepore: in der Mitte zwischen den beiden Hauptteilen findet sich diese
These die Einheit der Bedeutung ist nicht der Satz, sondern die ganze Theorie
IV 50
Variante der QDT sagt: These Bestätigungsrelationen sind a posteriori.